|
au'art:
Das
Ausstellungskonzept
Das Ostschweizer expo.02 - Projekt "aua extrema" fand
bereits ein Jahr vor Eröffnung der Landesaustellung statt.
Von sieben Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Kunst
- und Begegnungsobjekte, die den von der Regierungskonferenz der
Ostschweizer Kantone ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatten,
waren in der Ostschweiz von Mai bis November 2001 unterwegs.
Mit dabei waren: Calc-Tomi Scheiderbauer, Teresa Alonso und Luks
Brunner (Wasserwaage); Hermann Fritschi und Alex Herter (Kreislauf);
Christian Selig, Annette Stöcker und Markus Brenner (Jungbrunnenalarm);
Spallo Kolb (Blauer Raum - Blaue Suppe); Paul Ritter (Born); Michael
Güller (Land-Art); Liz Gehrer (Sitzende Wasser).
au'art liess den Raum für Interpretationen zum Thema Wasser
offen. Sie sollte Betrachtungsweise und Annäherung sein.
Ich nahm mit meinem Sicht-, Sitz-, Spiel- und Kontaktobjekt "Sitzende
Wasser" teil.
Sitzende Wasser
Um die dreissig
mit gefärbtem Wasser gefüllte Sitzbälle, auf einer
Wiese in zufälliger Formation hingestellt, luden die Passanten
ein, sie zu berühren, sich auf sie zu setzten, mit ihnen zu
spielen. Der Betrachter wurde so unweigerlich Teil der Installation,
die erst dank ihm in Bewegung geriet, zum Leben erwachte.
Durch (erwünschtes)
Berühren, Stossen, Spielen und (Be-)Sitzen der Bälle veränderte
sich die Installation fortlaufend, aufgrund des Füllgewichtes
der Bälle freilich eher statisch. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit
wechselte auch die Optik und "Körperlichkeit" der
Bälle: von völliger Transparenz bis zum milchig-silbernem
Kondensbeschlag, und vice versa.
|