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Begrenzte
Wasser - Eine Installation zum Thema WasserKraft:
Austellungskonzept:
Mit
meiner Installation "Begrenzte Wasser will ich dem Betrachter
die ungestüme Kraft des Wassers, aber auch dessen Sanftheit
und Sinnlichkeit, näher bringen. Konkret werden um die fünfzig
mit gefärbtem Wasser gefüllte Sitzbälle teils in
einem 8 Meter hohen Gerüstturm vor dem Rathaus Gmünd gebändigt,
teils auf dem Rathausvorplatz in zufälliger Formation platziert.
Scheinen die
im Gerüstturm eingezwängten Bälle mit ihren transparenten
Oberflächen, welche die unterschiedlichsten Blautöne durchschimmern
lassen, noch das Bild des ins Tal stiebenden Flusses in Erinnerung
zu rufen, so schiebt sich mit Blick auf den allein durch die Technik
und Zweckmässigkeit bestimmten Gerüstrahmen der Gedanke
an die Wassermengen in den Vordergrund, welche in riesigen Rohren
den Kraftwerkturbinen zugeführt werden. Wasser erscheint in
dieser Dimension einerseits als Werkstoff, der unseren Alltag (am
Arbeitsplatz und zu Hause) überhaupt erst ermöglicht,
und andererseits als bedrohliche Kraft.
Im Gegensatz
dazu laden die auf dem Rathausvorplatz platzierten Bälle die
Passanten ein, sie zu berühren, sich auf sie zu setzen, mit
ihnen zu spielen. Der Betrachter wird aktiv, greift in die Installation
ein und wird dadurch unweigerlich zu deren Bestandteil, welche ihrerseits
dank ihm zum Leben erwacht. Die Bälle kommen in Bewegung, durch
die Masse und das Gewicht der Wasserfüllung allerdings häufig
anders als erwartet. Wasser erhält derart eine spielerische
und auch sinnliche Komponente. Gleichzeitig verändert sich
die Installation auf dem Rathausvorbereich durch das (erwünschte)
Berühren, Stossen, Spielen und (Be-)Sitzen der Bälle fortlaufend,
aufgrund des Füllgewichtes der Bälle freilich eher statisch.
Mit der Möglichkeit
zur Veränderung der Installation ist auch ein Zusatzbezug zur
Kleinstadt verbunden: Menschen gehen auf einander zu, geben (sich
und anderen) Anstösse, bewirken Bewegung, begreifen Veränderungen
als Chance, gar als Lust, haben Träume, verströmen Energie,
auch Lebensfreude, und bleiben doch am Boden: Umrisse eines Lebens(t)raumes?
Installation in Gmünd (Kärnten) von Mai 2006 bis Oktober
2007
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